Nordamerika ist nicht nur für motorisierte Biker ein Traumziel. Auch viele Radfahrer träumen davon, die Wildnis, Schönheit und Weite von USA und Kanada auf dem Rad zu erfahren. Eine genaue Planung ist dabei nicht nur sinnvoll sondern je nach Region auch lebenswichtig. Denn Nordamerika ist voller landschaftlicher und klimatischer Gegensätze, Distanzen sind deutlich größer als in Europa und die Versorgungslage vor allem in ländlichen Regionen ist nicht immer optimal. Wer sich der Herausforderung dennoch stellt und eine Route nach eigenen Wünschen zusammenstellt, kann die Tour seines Lebens fahren, von der noch Kinder und Kindeskinder schwärmen werden.

Routen und Touren für jeden Anspruch

Die besondere Herausforderung bei Radtouren in und durch Nordamerika besteht vor allem aus den unglaublichen Distanzen, die dabei zurückgelegt werden – zum Teil ohne dabei ein Zeichen von Zivilisation zu entdecken. Natürlich ist es auch möglich, im Einzugsgebiet großer Ballungszentren kleinere Touren in landschaftlich schöne Regionen zu unternehmen. So bietet sich z.B. eine Tour ab New York, Boston oder Portland entlang der wildromantischen Ostküste an. Deutlich spannender sind jedoch Radtouren, die quer durchs Land, durch Nationalparks oder extreme Regionen (z.B. Icefield Parkway/Kanada, Great Salt Lake Desert/Utah) führen. Hier ist eine gute Routenplanung und Vorbereitung besonders wichtig, denn die Distanzen, die dabei zurückgelegt werden müssen, stellen in Verbindung mit Extrembedingungen (Klima, Höhenniveau usw.) und einer eher übersichtlichen Versorgungslage vor Ort eine besondere Herausforderung dar. Bei der Routenplanung behilflich ist vor allem die Adventure Cycling Association (ACA), die derzeit an einem vollständigen Routennetz (National Bicycle Route Network) arbeitet und u.a. mit vielen guten Tipps und Anregungen beratend zur Seite steht. Zu den Routenvorschlägen der ACA zählen u.a. auch Touren im Grand Canyon, den North Lakes, Lake Erie und entlang der Küsten. Übrigens: Interessante Tourenvorschläge sind auch bei The Countryman Press veröffentlicht worden. In einige Bundesstaaten (Kalifornien, Oregon, Washington) gibt es “Bikes & Hike” Bereiche für Wanderer und Radfahrer in Nationalparks.

Fahrrad-Transport und Support – darauf sollten Sie achten

Das Radfahren ist in den USA und Kanada bei Weitem nicht so verbreitet wie z.B. in Europa, was sicherlich auch auf die meist langen Distanzen zwischen zwei Orten zurückzuführen ist. Wer auf eigene Faust unterwegs ist, sollte deshalb wichtige Ersatzteile, Verpflegung und ggf. ein Zelt mit sich führen. Explizite Radwege gibt es maximal in Ballungszentren – in der Regel fahren Radfahrer auf gut ausgebauten Bundesstraßen, entlang alter Bahnstrecken oder Kanälen. Der Transport zu einem Tourenstartpunkt kann ohne Pkw je nach Region zum Problem werden, etwa bei einer Zugfahrt. Grundsätzlich ist es allerdings möglich, Fahrräder per Zug oder Bus zu transportieren. Wer sich den organisatorischen Stress ersparen möchte, kann sich übrigens auch zahlreichen geführten Radtouren anschließen, die von deutschen und amerikanischen bzw. kanadischen Veranstaltern angeboten, geplant und durchgeführt werden.

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